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Alles über den Meister des
anspruchsvollen Trashfilms
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Serial Killer
(Postmortem)
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Bisheriger Mittelwert für diesen
Film:
4
von 10 Punkten |
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Ich weigere mich anzuerkennen, daß es sich hierbei um
einen Albert-Streifen handelt. Denn dieser Serienkillerthriller hat
nichts, aber auch gar nichts (inszenatorisches) von meinem Liebling
(ausgenommen natürlich der Stab des Streifens: Produzenten,
Soundtrackkomponist, Kameramann...). Inhaltlich ist es ein alter
Hut: Ex-Cop mit Alkoholproblem und Ex-Frau läuft durch Jagd nach
Serienkiller wieder zu Hochform auf und zeigt es allen Zweiflern...
Gähn. Tausendmal gesehen und bestimmt neunhundertneununneunzigmal
besser. Der Film ist nicht viel besser als tausend andere
Videopremieren die uns Monat für Monat das Leben schwer machen. Daß
die Story alt ist wäre wahrscheinlich zu verschmerzen, aber daß sie
so klischeehaft erzählt wurde und noch dazu, bei einem Albert-Film
unverzeihlich, stinklangweilig inszeniert wurde, gibt dem
behinderten Kind den Todesstoß... Warum der Film in Schottland
spielt ist mir ein Rätsel. Aber eine Theorie habe ich trotzdem: Es
kam mir zu Ohren das der Film in nur 12 Tagen abgedreht wurde.
Albert machte wahrscheinlich in Schottland Urlaub, aber langweilte
sich bereits am ersten Tag, und schrieb am ersten Abend zwischen der
TV-Ausstrahlung von Das Schweigen der Lämmer und
dem Zubettgehen das Drehbuch. Am nächsten Morgen rief er die Crew
an, am Mittag waren fast alle da (der Rest wurde an Ort und Stelle
in Schottland rekrutiert) und am Abend hatte man die ersten Szenen
im Kasten. 12 Tage später war er fertig und auf dem Nachhauseflug
schnitt er den Film fertig und erklärte Charlie Sheen das für ihn
als Gage kein Geld mehr da sei... Aber seien wir nicht unfair. Zwei
positive Anschauungen bleiben uns: zum einen die grandiose Kulisse
Schottlands und Charles Sheen (ehemals Charlie Sheen). Seine
Performance ist für einen Streifen dieser Preisklasse beachtlich.
Man nimmt ihm den besoffenen Cop jederzeit ab ( wahrscheinlich war
er ständig voll um das Drama zu verkraften) und bemüht sich gegen
das Drehbuch anzukommen. Vergeblich zwar aber der Versuch ehrt ihn.
Also.. vergessen wir, daß es ein Pyun-Streifen ist und sparen wir
uns die Langeweile. Albert, geh zurück zu deinen Cyborgs und
überlass Schottland den Unsterblichen....
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2 von 10 Punkten |
von Markus Köhler

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Serial Killer ist ein für Albert Pyun eher
untypischer Film, da sowohl auf die von ihm favorisierte
Endzeitthematik als auch auf Schießereien verzichtet wurde. Dafür
gibt der Film einen guten Beitrag zur Ära der Post-Das
Schweigen der Lämmer-Filme ab (Warum sehen die meisten
eigentlich Das Schweigen der Lämmer als das Höchste
der Gefühle und die meisten anderen Serienmörder-Filme als
minderwertig an?). Charles (!) Sheen in der Hauptrolle scheint,
freiwillig oder unfreiwillig, sein eigenes Image vorzuführen. Das
britische Umfeld bietet eine willkommene Abwechslung zu den üblichen
amerikanischen Serienkiller-Filmen, die meist in einem anonymen
amerikanischen Umfeld angesiedelt sind. Serial Killer
erinnert dadurch an die englische Krimiserie Für alle Fälle
Fitz (Cracker). Bedauerlich, daß Robbie Coltrane
nicht für einen Gastauftritt gewonnen werden konnte! Serial
Killer zeigt außerdem die Entwicklung des Killers, ohne
diesen jedoch als übermächtigen Gegner zu präsentieren. Der von
Charles Sheen portraitierte Charakter erinnert etwas an Morgan
Freemans Rolle als Dr. Alex Cross in ... denn zum Küssen
sind sie da (Kiss The Girls) und Im Netz
der Spinne (Along Came A Spider). Schade, daß von
Serial Killer (noch) keine Fortsetzung geplant ist. Es wäre
interessant, wie der von Charles Sheen dargestellte Charakter
weiterentwickelt werden würde ...
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7
von 10 Punkten |
von Armin Träger

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