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Alles über den Meister des
anspruchsvollen Trashfilms
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Nemesis
(Nemesis)
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Bisheriger Mittelwert für diesen
Film:
9,5 von 10 Punkten |
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Albert und seine Cyborgs... Mit der Nemesis-Reihe hat er die
perfekte Spielwiese für seine Phantasien gefunden. Die Streifen sind
aber qualitativ sehr unterschiedlich, wenn auch konsequent: Von Mal
zu Mal wurde es schlechter! Aber fangen wir von vorne an:
Eine Cyborg-Armee beginnt, die Regierung zu unterwandern, um so an
die Weltherrschaft zu kommen. Alex Rain (Olivier Gruner) wird
engagiert, um dies zu verhindern. Es beginnt ein gnadenloser Kampf
auf den Philippinen...
Die Story ist wie immer nur schmückendes Beiwerk, wichtig ist nur
die Umsetzung, und die ist hier wirklich gelungen! Albert stand wohl
erstmals ein richtig großes Budget zur Verfügung, was er auch voller
Freude verpulverte: Aufwendige Schießereien, Explosionen, Masken,
Make-Up, und Spezialeffekte. Dies alles wurde zu einem ansehnlichen
Action-Cocktail gemischt, der jeden Fan von SF-Action
zufriedenstellen sollte.
Negativ schlägt wieder einmal die übertriebene Philosophie zu Buche.
Ein Cyborg in der Lebenskrise!! Bin ich Mensch oder Cyborg?
1) Albert besitzt nicht genügend Talent und Gespür, um Diskussionen
interessant darzustellen (obwohl man das hier noch als gelungen
bezeichnen darf).
2) Mit Savate-Fighter Gruner ist auch kein genügend talentierter
Darsteller vorhanden, dem man solche "tiefgründigen" Gespräche
abnimmt.
Pyun scharte wieder einmal alle seine Lieblingsdarsteller um sich
zusammen: Tim Thomerson, Thom Mathews, Brion James, Yuji Okumoto,
Nicholas Guest, Vincent Klyn, usw. Alle sind wieder dabei, und
diesmal fällt zur Abwechslung keiner negativ auf.
Vor allem in der letzten halben Stunde wird die Ausdauer der
Beteiligten auf die Probe gestellt. Vor allem Tim Thomerson darf
hier rennen wie ein junger Gott, und dabei Gruner eine Sprengladung
nach der anderen hinterherballern. Hier verfällt Pyun leider wieder
in seine alte Gewohnheit: Er hält wohl ellenlange Verfolgungsjagden
zu Fuß für großartige Actionszenen. Aber es ist wie mit allem... mal
gelingt es, mal geht es schief. Hier ging es gut.
Fazit: Ein ästhetisch ansprechender Science Fiction Film irgendwo
zwischen Blade Runner und Terminator, dabei aber
durchaus eigenständig.
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9 von 10 Punkten |
von Markus Köhler

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Für mich ganz klar einer der besten, wenn nicht DER beste Film des
Meisters! Hier wird dem Zuschauer Action satt geboten, es gibt so
gut wie keine Atempausen: Ständig wird geballert, oder es explodiert
etwas. Es grenzt beinahe an ein Wunder, daß bei dieser
Materialschlacht sogar ein vernünftiges Drehbuch zur Hand war, in
dem die Charakterzeichnungen (für einen Film dieser Güteklasse)
nicht zu kurz kommen... Gerüchten zufolge soll sogar Pyun selbst
unter Pseudonym das Skript verfasst haben. Auch die von Albert so
innig geliebten philosophischen Konflikte kommen zum Tragen, ohne
diesmal lächerlich zu wirken. Gruner spielt die Rolle des Menschen,
der immer mehr zum Cyborg wird, solide bis glaubwürdig. Man nimmt
ihm seinen Gewissenskonflikt ab, und ich würde sogar sagen, es ist
die beste Leistung seiner gesamten bisherigen Karriere (was
allerdings nicht viel heißen muß). Auch der Rest der Darstellerriege
(darunter wieder sehr viele "enge Freunde" Pyuns) ist mit Freude bei
der Sache, was dem Film zugute kommt. Wirken die Schauspieler in
vielen anderen Pyun-Filmen desinteressiert und unbeteiligt, so merkt
man hier richtig, daß alle großen Spaß an den Stunts und Explosionen
hatten!
Auch der Meister selbst zeigt hier, daß er mit dem richtigen Budget
durchaus in der Lage ist, großes Actionkino abzuliefern. Selten
wirkten die von Pyun geliebten Farbfilter so gut wie hier. Albert
hat außerdem ein Stilmittel genutzt, das auch in den Sequels
Nemesis 2 und Nemesis 3 effektvoll eingesetzt wurde: Der
Zuschauer klebt hinter einem Projektil, das durch die Luft saust.
Auch Kameramann und Pyun-Spezi George Mooradian zeigt sich von
seiner besten Seite, und kleidet das Spektakel in wundervolle
Bilder. Noch ein paar Worte zu den Effekten: Die Cyborg-Tricks gegen
Ende wurden durch Stop-Motion erzeugt. Im Zeitalter von
CGI-generierten Weltraumschlachten mag diese Technik zwar etwas
antiquiert wirken, wer aber mit den alten Harryhausen-Kreaturen
quasi großgeworden ist, kann nicht bestreiten, daß jeder noch so
billige "Puppentrick" mehr Charme versprüht, als z.B. ein
computergenerierter Jar-Jar Binks aus Star Wars: Episode 1!
Fazit: Actionreiches Popcornkino vom Feinsten! Snacks und Getränke
bereitstellen, Kassette einlegen, Heimkinoanlage aufdrehen, und für
100 Minuten in die Welt der pyun'schen Cyborgs eintauchen.
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10
von 10 Punkten |
von Kai Schmidt

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