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Albert Pyuns Beitrag zur großen John-Woo-Welle Mitte der 90er.
Inhaltlich bietet der Streifen nicht viel: Ein melancholischer
Auftragskiller schießt sich durch Hong Kong kurz vor Rückgabe an die
Volksrepublik China 1997. Dazu kommen ein paar politische Intrigen,
seine Exfreundin, und die Pyun-Dauermimen Brion James, Tim Thomerson
und Andrew Divoff in Nebenrollen. Geschossen wird unentwegt, immer
mit beidhändig und in Zeitlupe. Diese ist auch elegant eingesetzt,
aber die konfuse Kameraführung weiß nichts damit anzufangen. Bei
einigen Shootouts weiß sie nie, welchen Schützen sie ins rechte Bild
rücken soll, und man kann letztlich nur die Waffen bewundern.
Robert Patrick müht sich redlich, seiner Rolle Leben einzuhauchen.
Diese ist aber zu klischeehaft, als daß man sie ihm abnimmt,
geschweige denn mitfiebert. Die Ersatzkulisse für Hong Kong ist aber
in Ordnung, Hochglanz und High Society vermitteln das Gefühl, als ob
etwas mehr als das übliche Budget zur Verfügung gestanden hätte.
Der Streifen ist nichts für den mehrfachen Gebrauch, aber wer auf
viel Blei steht, und einen hohen Bodycount zu schätzen weiß, der
wird angenehme 85 Minuten erleben. Außerdem sollte man einen der
letzten Filme Alberts genießen, für die ihm wenigstens noch etwas
Geld zur Verfügung stand.
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7 von 10 Punkten |
von Markus Köhler

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