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Der zweite Film der Serie, der von Albert Pyun inszeniert wurde.
Merkwürdigerweise wurden die Gesetze der Kontinuität außer Kraft
gesetzt: Während der zweite Teil noch bemüht war, die Geschichte des
Originals einigermaßen passend fortzuführen, und der dritte Teil
zumindest das Lehrer-Schüler-Verhältnis (wenn auch schlecht)
aufnahm, geht der vierte Teil völlig andere Wege.
David Sloane ist plötzlich ein Ex-Cop (?), dessen Frau (??) von
Tong-Po (!) entführt wurde. Sloane sitzt aber wegen eines Mordes,
den er nicht begangen hat (???), im Knast. Nun wird er von seinen
ehemaligen Vorgesetzten vor die Wahl gestellt: Entweder er verhaftet
Tong-Po, oder er versauert im Knast. Dabei könnte er auch gleich
versuchen, seine Frau zu befreien...
Nun folgt der Film den Genre-Konventionen. Ein Turnier, verschiedene
Kampfstile, ein Showdown. Die Kämpfe sind weitgehend in Ordnung, nur
sind sie oftmals viel zu kurz. Die Szenen zwischen den Kämpfen sind
langweilig, die Dialoge schlecht, die Inszenierung uninspiriert. Man
hat das Gefühl, es wären ein paar Dollar und etwas Zeit vom letzten
Dreh übrig geblieben, also nahm man sich ein Wochenende und einen
Regisseur, und verkauft das Ganze als vierten Teil der Serie.
Sasha Mitchell, der sich ja in Kickboxer 2 noch um eine gute
Darstellung bemühte, hatte wohl diesmal überhaupt keinen Bock:
Unsympathisch und gelangweilt stakst er durch die Kulissen. Die
größte Frechheit ist aber Kamil Krifa als Tong-Po! Wer sein echtes
Gesicht kennt, weiß, daß er nicht die geringste Ähnlichkeit mit
Michel Quissi, dem Tong-Po aus Teil Zwei, besitzt. Deshalb wurde ihm
kurzerhand der Kopf geschoren, ein Zopf angeklebt, und der Rest mit
Make-Up zugekleistert. Leider nur sehr schlecht, so daß man immer
glaubt, eine Schaufensterpuppe zu sehen, auf deren Niveau sein
darstellerisches Können rangiert.
Fazit: Eine würdige Fortsetzung sieht anders aus! Aber als
Videotheken-Billig-Action-Prügler durchaus ansehnlich (aber nur in
der ungekürzten Fassung).
P.S. Thom Mathews spielt auch wieder mit. Diesmal allerdings nicht
als Kämpfer, was ihn auch nicht besser macht.
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4 von 10 Punkten |
von Markus Köhler

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