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Die Fortsetzung des Van Damme Krachers Kickboxer -
Karate Tiger 3 führt kurzerhand einen dritten Bruder der
Sloane-Dynastie ein. Sasha Mitchell spielt David Sloane, einen
ehemaligen Kickboxchampion, und Drehbucherfindung, um plausibel zu
machen, warum Van Damme nicht mehr dabei ist. Der Van Damme
Charakter und sein im Rollstuhl sitzender Bruder werden kurzerhand
von Tong Po zu Beginn des Films erschossen. Um seine Ehre wieder
herzustellen soll Tong Po nun den letzten Sloane im Ring besiegen.
Der Film ist handwerklich sehr gut, im Handlungsaufbau etwas
krampfig, aber trotzdem sehr kurzweilig. Die Kämpfe sind sehr lang,
stellenweise schön blutig, und sauber choreographiert. Pyun setzt
sehr häufig Zeitlupen ein, schenkt den Kämpfen damit eine eigene
Dynamik. Er verzichtet größtenteils darauf, einzelne Tritte,
Schläge, oder sonstige Aktionen in ständiger Wiederholung aus unter-
schiedlichen Perspektiven zu zeigen (siehe Blood Champ).
Auch darstellerisch gibt es nichts auszusetzen. Mitchell gibt sich
alle Mühe, und seine Leistung ist besser, als sonst im Genre üblich.
Cary-Hiroyuki Tagawa und Peter Boyle verleihen der Gegenseite leben,
Dennis Chan wiederholt seine Meisterrolle aus dem ersten Teil.
Einzig Deutschlands Muskelexport Mathias Hues weiß, wie immer, nicht
zu überzeugen. Zum Glück hat er nur eine kleine Nebenrolle!
Nach diesem Film hätte allerdings Schluß sein müssen. Stattdessen
folgten noch drei Fortsetzungen (Kickboxer 4 auch von Pyun),
von denen keine mehr mithalten konnte. Lediglich der 5. Teil (mit
Mark Dacascos) hatte noch Niveau. Hier ereilte übrigens Sasha
Mitchell das selbe Schicksal wie Van Damme im zweiten Teil: Sein
Charakter wurde zu Beginn ermordet. Möge er in Frieden ruhen!
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8 von 10 Punkten |
von Markus Köhler

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