|
Die Zukunft: Großkonzerne streben die Macht auf unserem Planeten an,
das einzige, was zählt, ist der Wert auf dem Aktienmarkt. Um diese
Macht zu erhalten muß man einen alles entscheidenden Wettbewerb
gewinnen. Dieser Wettbewerb ist ein (Tusch)... Kickboxturnier!
Ganz Recht, ein Kickboxturnier. Die Konzerne präsentieren ihre
Cyber-Körperimplantate, um ihre technische Überlegenheit zu
demonstrieren. Im ganzen Turnier findet sich nur ein kompletter
Mensch. Aber warum dieser dort antritt, erspare ich mir lieber, denn
es ist alles dermaßen an den Haaren herbeigezogen, daß sich einem
die Fußnägel aufstellen!
Der Film, der nach 20 Minuten fast ausschließlich in einer riesigen
Lagerhalle spielt, in der die alles entscheidenden Kämpfe bestritten
werden, plätschert gemächlich vor sich hin, reiht einen Fight an den
anderen, bietet dabei aber nicht den Hauch von Spannung.
Die Darsteller, oder besser: Akteure, stehen komplett neben sich,
beweisen aber, daß sie ihre diversen Titel zu Recht erworben haben.
Die Kämpfe von Gary Daniels, der hier den Widersacher von Held Keith
Cooke spielt, haben dann auch den höchsten Schauwert.
Überhaupt sind die Kämpfe das Beste am ganzen Film. Mit einigen
Ausnahmen (wer kam auf die glorreiche Idee, Thom Mathews zum
Kickboxer zu machen?) sind sie sauber choreographiert und bieten
keine Langeweile. Auch die Masken, die immer dann gebraucht werden,
wenn ein Cyber-Implantat zerstört wurde, sind für einen Film dieser
Preisklasse in Ordnung.
Der Film ist allen Kickboxfans zu empfehlen, alle anderen sollten
sich vorher in einen Rauschzustand versetzen (ab 12 Bier!).
 |
6 von 10 Punkten |
von Markus Köhler

|