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Albert
Pyun wurde auf Hawaii geboren, und schlug sich anfangs als
Kameramann für Dokumentarfilme durch, bevor er nach Japan ging, um
dort zu arbeiten. Durch ein Treffen mit Toshiro Mifune
wird er zum Assistenten keines Geringeren als Akira Kurosawa.
Wieder in den USA gründet er seine eigene glücklose Produktionsfirma
ITM. Sein Erstlingswerk Talon im Kampf
gegen das Imperium beeindruckt durch episches Format und
grandiose Action im Stil von Conan der Barbar.
Durch seinen Vertrag mit Cannon, der
Produktionsfirma von Menahem Golan und Yoram Globus
kommt sein kommerziell erfolgreichstes und bekanntestes Werk
zustande: CYBORG mit Jean-Claude Van Damme.
Es sollten noch einige Filme für Cannon folgen, die
man aber fast alle als Auftragsarbeiten bezeichnen kann, es steckt
keine Kreativität dahinter.
Als Menahem Golan seine kurzlebige Produktionsfirma
21st Century gründete, drehte Pyun für ihn die
äußerst trashige Comicverfilmung Captain America.
Seine wahre Berufung fand er jedoch in Nemesis,
einem Science-Fiction-Actioner, den er für Imperial
Entertainment ablieferte, und der ihn zu insgesamt drei
Fortsetzungen unter seinem eigenen Label Filmwerks
inspiriert, das er zusammen mit seinem Freund und langjährigen
Produzenten Tom Karnowski gründet. Hier zeigen sich
seine wahren Qualitäten als Drehbuchautor und Regisseur (die
allgemein gefährlichste Mischung bei einem Pyun-Werk), die Filme
sind Trash par Excellence! Überhaupt scheint Pyun Endzeit-Szenarien
zu lieben, denn er dreht ab jetzt mit Vorliebe in Osteuropa, wo er
perfekte Umgebungen für seine Ergüsse findet, und "Meisterwerke" wie
Ultimate Chase und Omega Doom
entstehen.
Zur Zeit arbeitet er vornehmlich mit Ice-T
und anderen Gangsta-Rappern zusammen an Actionkrachern, die
allesamt noch nicht in Deutschland erschienen sind. Albert schien
in den vergangenen Jahren keinen Geldgeber für seine Ergüsse
zu finden, meldete sich aber vor kurzem wieder zurück:
Seine geplante Filmreihe über den Martial-Arts-Experten
Max Havoc, dargestellt von Mickey Hardt ("Der
Puma") war leider ein Desaster. Wegen unschönen Vorfällen
während der Dreharbeiten blieb es bei einem einzigen Film,
der bisher noch nicht das Licht der Videotheken erblickt hat.
Dadurch hat sich der Meister aber keinesfalls entmutigen lassen,
denn es stehen bereits weitere Projekte an. Unter anderem eine
Fortsetzung zu Mean Guns und eine zweiteilige
Filmreihe, die wieder sein Lieblingsthema behandelt: Cyborgs!
Mit der Bezeichnung "Meister des Trash-Films" tut
man Albert allerdings Unrecht, denn seine Filme sind bei genauerer
Betrachtung sehr innovativ und hochphilosophisch. Leider fehlt
meistens das nötige Budget, um die Visionen Pyuns annähernd
adäquat auf die Leinwand (bzw. den Bildschirm) zu bringen.
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Leider sind das alle Informationen, die
zusammenzutragen waren. Sollte jemand Details über Pyuns Werdegang
wissen, die hier nicht aufgeführt sind, wäre es schön, wenn
wir sie verwenden dürften.
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Das "Brick-Bardo-Mysterium"
In einigen Filmen unseres verkannten Genies taucht
der Name "Brick Bardo" auf,
und sei es nur als Rollenname im Abspann. Wer ist aber
dieser Brick Bardo? Woher kommt die Vorliebe für diesen
Namen?
Wie Albert uns in einem Mini-Interview verriet, ist "Brick
Bardo" eine Hommage an den Filmemacher Joe Bardo, der ihm
bei der Finanzierung zu Vicious Lips helfend
unter die Arme griff. Ein netter Zug von Mr. Pyun, wie wir finden.
Der Name taucht wie gesagt in einigen seiner Filme auf. Mal als
Name des Hauptdarstellers wie in Dollman, oder
aber nur im Abspann wie bei Cyborg.
Die Brick Bardos und ihre Darsteller:
Radioactive Dreams:: Chris
Andrews
Das Alien vom Highway:
Scott Paulin
Cyborg: Ralph
Moeller (als Rolf Mueller)
Dollman: Tim
Thomerson
Blood Champ: Thom
Mathews
Nemesis 3: Earl White
Infection: Scott Paulin

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